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Sonntag, 31. Januar 2016
Ende der Emetophobie mit Quetiapin Tag 1 + 2
weg-aus-der-angst, 18:45h
Ich erwachte wie üblich am Wochenende gegen 10Uhr.
Erschreckend stellte ich fest - mein Kopf ist leer. Wie ausgeschalten.
Weiter war nichts festzustellen. Es erschien alles andere ganz normal wie immer. Keine körperlichen Beschwerden und abgesehen von der Blockade in meinem Kopf, auch keine psychischen.
Gegen mittag wurde mir etwas schwindelig und ich legte mich erneut hin.
Erst am Nachmittag stand ich wieder auf.
Das diese kleine Dosis von 25mg mich so müde macht, hätte ich nie für möglich gehalten.
Mein Kopf - leer. Ausgeschalten.
Es war zwar möglich daran zu denken: Was ist wenn ich meine Arbeit verliere?
Doch mehr ist nicht drin. Ich kann den Gedanken nicht ins kleinste Detail zerpflücken. Mich stundenlang damit beschäftigen: Was wäre wenn?
Es fühlt sich an... als würden alle negativen, aber auch positiven Gedanken, an einer Mauer abprallen. Es kommt nichts durch.
Nur das momentane ist da. Das was ich hier schreibe, ist da aber auch gleich wieder weg.
Ebenso alles was ich tue. Tue ich nichts, ist da leere.
Es ist erschreckend, macht mir auch etwas Angst.
Denn es fühlt sich an als würde jemand anderes mich steuern.
Nach der Einnahme der zweiten Dosis geschah nichts neues. Außer das der heutige Tag etwas schlechter war.
Ich schlief bis 12h mittags und fühle mich abgeschlagen. Ich weiß nicht wie es ist betrunken zu sein, sonst könnte man es vielleicht damit vergleichen?
Die Mauer in meinem Kopf ist größer, stärker und mächtiger als am Tag zuvor. Leider auch der Schwindel.
Dennoch versuche ich so normal wie möglich den Tag zu füllen. Es gelingt mir nicht. Immer wieder muss ich mich hin legen.
Ich fühle mich wie eine alte Frau die keine Kraft hat nur auf Toilette zu gehen.
Gegen Nachmittag wird es etwas besser, ich bin etwas wacher - wie gestern auch. Und ich finde die Kraft diese Zeilen mit euch zu teilen.
Warum überhaupt diesen Blog? Ich habe so etwas noch nie geschrieben.
Aber ich glaube daran, das es helfen kann. Sowohl mir als auch dem ein oder anderen der das hier ließt. Vielleicht auch vor der Einnahme dieses oder eines ähnlichen Medikamentes steht und bedenken hat.
Der Tag geht zuneige...dabei hat er erst angefangen.
Heute Abend nehme ich die dritte Dosis. In schon wenigen Tagen soll erhöht werden, das macht mir Angst. Da ich nicht weiß ob der Zustand in dem ich mich jetzt befinde so bleibt oder ob es mit doppelter Dosis auch doppelt so schlimm wird?
Fragen über Fragen die ich nicht beantworten kann aber mich auch nicht drauf einschießen kann.
Grübeln ist nicht mehr.
Hier und jetzt...
"Es gibt etwas schönes in dieser Welt und dafür lohnt es sich zu kämpfen"
Zitat: Der Herr der Ringe
Erschreckend stellte ich fest - mein Kopf ist leer. Wie ausgeschalten.
Weiter war nichts festzustellen. Es erschien alles andere ganz normal wie immer. Keine körperlichen Beschwerden und abgesehen von der Blockade in meinem Kopf, auch keine psychischen.
Gegen mittag wurde mir etwas schwindelig und ich legte mich erneut hin.
Erst am Nachmittag stand ich wieder auf.
Das diese kleine Dosis von 25mg mich so müde macht, hätte ich nie für möglich gehalten.
Mein Kopf - leer. Ausgeschalten.
Es war zwar möglich daran zu denken: Was ist wenn ich meine Arbeit verliere?
Doch mehr ist nicht drin. Ich kann den Gedanken nicht ins kleinste Detail zerpflücken. Mich stundenlang damit beschäftigen: Was wäre wenn?
Es fühlt sich an... als würden alle negativen, aber auch positiven Gedanken, an einer Mauer abprallen. Es kommt nichts durch.
Nur das momentane ist da. Das was ich hier schreibe, ist da aber auch gleich wieder weg.
Ebenso alles was ich tue. Tue ich nichts, ist da leere.
Es ist erschreckend, macht mir auch etwas Angst.
Denn es fühlt sich an als würde jemand anderes mich steuern.
Nach der Einnahme der zweiten Dosis geschah nichts neues. Außer das der heutige Tag etwas schlechter war.
Ich schlief bis 12h mittags und fühle mich abgeschlagen. Ich weiß nicht wie es ist betrunken zu sein, sonst könnte man es vielleicht damit vergleichen?
Die Mauer in meinem Kopf ist größer, stärker und mächtiger als am Tag zuvor. Leider auch der Schwindel.
Dennoch versuche ich so normal wie möglich den Tag zu füllen. Es gelingt mir nicht. Immer wieder muss ich mich hin legen.
Ich fühle mich wie eine alte Frau die keine Kraft hat nur auf Toilette zu gehen.
Gegen Nachmittag wird es etwas besser, ich bin etwas wacher - wie gestern auch. Und ich finde die Kraft diese Zeilen mit euch zu teilen.
Warum überhaupt diesen Blog? Ich habe so etwas noch nie geschrieben.
Aber ich glaube daran, das es helfen kann. Sowohl mir als auch dem ein oder anderen der das hier ließt. Vielleicht auch vor der Einnahme dieses oder eines ähnlichen Medikamentes steht und bedenken hat.
Der Tag geht zuneige...dabei hat er erst angefangen.
Heute Abend nehme ich die dritte Dosis. In schon wenigen Tagen soll erhöht werden, das macht mir Angst. Da ich nicht weiß ob der Zustand in dem ich mich jetzt befinde so bleibt oder ob es mit doppelter Dosis auch doppelt so schlimm wird?
Fragen über Fragen die ich nicht beantworten kann aber mich auch nicht drauf einschießen kann.
Grübeln ist nicht mehr.
Hier und jetzt...
"Es gibt etwas schönes in dieser Welt und dafür lohnt es sich zu kämpfen"
Zitat: Der Herr der Ringe
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Ende der Emetophobie mit Quetiapin?
weg-aus-der-angst, 18:34h
Warum heute der Tag ist der Tage? Warum nicht vor einem Jahr?
Wer weiß schon worauf wir warten bevor wir den Mut haben unser Leben neu zu gestalten.
Einen neuen Weg zu Pflastern.
Doch warum auch immer sitze ich hier. Eine Neurologische Praxis.
In meinem Kopf tummeln sich viele Gedanken. Zu viele.
Die Zeit verrinnt, es dauert schließlich zwei Stunden bis mir eine freundliche Frau entgegen tritt und mich aufruft.
In ihrem Zimmer nehme ich Platz.
Warum ich hier bin?
Ich weiß nicht was ich ihr antworten soll. Es sind so viele Gründe, zu viele um mir den einen wichtigen heraus zu picken.
Deswegen zeige ich auf die von mir im Fragebogen für Neupatienten Stichpunkte.
Diese sind:
PTMS - Posttraumatische Belastungsstörung
Emetophobie - Angst vorm Erbrechen
Depressionen - erklärt sich von selbst.
Die Emetophobie begleitet mich nunmehr seit 2008. Es werden jetzt 8 Jahre im Februar.
Zu lange.
8 Jahre in denen sich mein Leben, mein Alltag, meine Gedanken bis zu 24/7 nur ums essen drehen.
Kann ich was essen? Traue ich mich? Ist meine Angst zu groß oder gar - wird mir davon übel und wenn, dann könnte es ja sein ich müsse erbrechen.
Abwägen. Ein tägliches Abwägen das exentenziellste im Leben zuzulassen.
Das essen.
Phobische Störung. Oder auch Psychose?
Bei Geburtstagen, wenn ich überhaupt hin gehen kann, sehe ich seit Jahren nur zu wenn andere "wie selbstverständlich" Kuchen essen und sich Abends ein Schnitzel mit Pommes bestellen.
Das will ich auch wieder "dürfen" - denn meine Angst verbietet es mir.
Sie beherrscht mich 24/7.
Zum ende des Gespräches das eine Stunde ging stellte sich heraus das ich gar keine "normale Depression" habe wie ich gedacht hatte.
Eine komplexe Posttraumatische Belastungsstörung.
Besser ist es auch nicht.
Doch ich kann gezielter Behandelt werden. Bekam ich doch 2012 nach einem 5 minütigen Gespräch ein AD (Antidepressivum) Namens Citalopram verschrieben.
In meinem Fall, nicht das richtige so die Ärztin.
Mit gemischten Gefühlen und quälenden Ängsten, verließ ich die Praxis nach insgesamt 6 Stunden.
Krank geschrieben für 4 Wochen...
Was sollte nur werden? Was sollte ich jetzt, mit dieser Erkenntnis anfangen.
So tuen als wäre nichts gewesen? Weiter arbeiten und mit jedem Tag mehr einem erneuten Nervenzusammenbruch näher zu kommen?
Oder sollte ich auf mein Herz hören das laut nach Hilfe ruft.
Nach dem Gefühl des Lebens.
Der Freude.
Der Unbeschwertheit.
Ich entschied mich für das Leben. Das Leben das nicht existieren gleich kommt.
Sondern Leben um zu spüren, zu sehen und zu fühlen.
Der nächste Tag dreht sich nur um die Einnahme des mir verschiebenen Neuroleptika.
Eine erdrückende Angst der Nebenwirkungen zerreißt meinen Kopf, wiegt schwer auf meiner Brust.
Quälende Angst davor nach der Einnahme könne mir übel werden.
Bekannte und berechtigte Ängste, denn das vor Jahren eingenommene AD bewirkte starke Übelkeit.
Für einen Emetophobiker ist das eine große Qual.
Vorm Schlafengehen sollte ich sie nehmen... nur 25mg. Peanats, oder wie es die Ärztin nannte: Oma Dosis.
Das essen ging nur schwer runter an dem Abend. Doch versuchte ich mir einzureden das ein erbrechen mit leerem Magen sehr schmerzhaft sein soll....im schlimmsten Fall wäre dies ja so, also aß ich trotzdem etwas.
21h
Der Wecker klingelt. Zeit für Quetiapin.
Ich nehme nicht gerne Medikamente, doch dieses hier...es musste einfach sein. Denn der Frühling, der Sommer naht und ich möchte ihn LEBEN.
Das kleine Stück Tablette ist schnell im Magen.
Mein Kopf rattert.
Mit jeder Sekunde die vergeht, quälend, angstbezogen und erwartungsvoll.
Doch es geschah fast nichts.
Nach 15min wurde ich sehr müde. Ein leichtes ziehen in der Magengegend zwei drei mal. Ein leichtes ziehen im Kopf für 5 Minuten.
Mehr spürte ich nicht.
Keine Übelkeit!
Damit war für mich schon viel gewonnen, an dem Abend bevor ich ins Bett ging. Doch wie sollte der nächste Tag sein?
Wie wird es werden wenn ich erwache?
Wer weiß schon worauf wir warten bevor wir den Mut haben unser Leben neu zu gestalten.
Einen neuen Weg zu Pflastern.
Doch warum auch immer sitze ich hier. Eine Neurologische Praxis.
In meinem Kopf tummeln sich viele Gedanken. Zu viele.
Die Zeit verrinnt, es dauert schließlich zwei Stunden bis mir eine freundliche Frau entgegen tritt und mich aufruft.
In ihrem Zimmer nehme ich Platz.
Warum ich hier bin?
Ich weiß nicht was ich ihr antworten soll. Es sind so viele Gründe, zu viele um mir den einen wichtigen heraus zu picken.
Deswegen zeige ich auf die von mir im Fragebogen für Neupatienten Stichpunkte.
Diese sind:
PTMS - Posttraumatische Belastungsstörung
Emetophobie - Angst vorm Erbrechen
Depressionen - erklärt sich von selbst.
Die Emetophobie begleitet mich nunmehr seit 2008. Es werden jetzt 8 Jahre im Februar.
Zu lange.
8 Jahre in denen sich mein Leben, mein Alltag, meine Gedanken bis zu 24/7 nur ums essen drehen.
Kann ich was essen? Traue ich mich? Ist meine Angst zu groß oder gar - wird mir davon übel und wenn, dann könnte es ja sein ich müsse erbrechen.
Abwägen. Ein tägliches Abwägen das exentenziellste im Leben zuzulassen.
Das essen.
Phobische Störung. Oder auch Psychose?
Bei Geburtstagen, wenn ich überhaupt hin gehen kann, sehe ich seit Jahren nur zu wenn andere "wie selbstverständlich" Kuchen essen und sich Abends ein Schnitzel mit Pommes bestellen.
Das will ich auch wieder "dürfen" - denn meine Angst verbietet es mir.
Sie beherrscht mich 24/7.
Zum ende des Gespräches das eine Stunde ging stellte sich heraus das ich gar keine "normale Depression" habe wie ich gedacht hatte.
Eine komplexe Posttraumatische Belastungsstörung.
Besser ist es auch nicht.
Doch ich kann gezielter Behandelt werden. Bekam ich doch 2012 nach einem 5 minütigen Gespräch ein AD (Antidepressivum) Namens Citalopram verschrieben.
In meinem Fall, nicht das richtige so die Ärztin.
Mit gemischten Gefühlen und quälenden Ängsten, verließ ich die Praxis nach insgesamt 6 Stunden.
Krank geschrieben für 4 Wochen...
Was sollte nur werden? Was sollte ich jetzt, mit dieser Erkenntnis anfangen.
So tuen als wäre nichts gewesen? Weiter arbeiten und mit jedem Tag mehr einem erneuten Nervenzusammenbruch näher zu kommen?
Oder sollte ich auf mein Herz hören das laut nach Hilfe ruft.
Nach dem Gefühl des Lebens.
Der Freude.
Der Unbeschwertheit.
Ich entschied mich für das Leben. Das Leben das nicht existieren gleich kommt.
Sondern Leben um zu spüren, zu sehen und zu fühlen.
Der nächste Tag dreht sich nur um die Einnahme des mir verschiebenen Neuroleptika.
Eine erdrückende Angst der Nebenwirkungen zerreißt meinen Kopf, wiegt schwer auf meiner Brust.
Quälende Angst davor nach der Einnahme könne mir übel werden.
Bekannte und berechtigte Ängste, denn das vor Jahren eingenommene AD bewirkte starke Übelkeit.
Für einen Emetophobiker ist das eine große Qual.
Vorm Schlafengehen sollte ich sie nehmen... nur 25mg. Peanats, oder wie es die Ärztin nannte: Oma Dosis.
Das essen ging nur schwer runter an dem Abend. Doch versuchte ich mir einzureden das ein erbrechen mit leerem Magen sehr schmerzhaft sein soll....im schlimmsten Fall wäre dies ja so, also aß ich trotzdem etwas.
21h
Der Wecker klingelt. Zeit für Quetiapin.
Ich nehme nicht gerne Medikamente, doch dieses hier...es musste einfach sein. Denn der Frühling, der Sommer naht und ich möchte ihn LEBEN.
Das kleine Stück Tablette ist schnell im Magen.
Mein Kopf rattert.
Mit jeder Sekunde die vergeht, quälend, angstbezogen und erwartungsvoll.
Doch es geschah fast nichts.
Nach 15min wurde ich sehr müde. Ein leichtes ziehen in der Magengegend zwei drei mal. Ein leichtes ziehen im Kopf für 5 Minuten.
Mehr spürte ich nicht.
Keine Übelkeit!
Damit war für mich schon viel gewonnen, an dem Abend bevor ich ins Bett ging. Doch wie sollte der nächste Tag sein?
Wie wird es werden wenn ich erwache?
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